Navigation links
Neuigkeiten
Neuigkeiten
03.02.2012, 14:14 Uhr
Landesregierung schiebt Ziffernoten bis zur vierten Klasse auf
Schüler Union NRW kritisiert das Hin und Her auf Kosten der Schüler
Das NRW-Schulministerium beschloss vergangene Woche, dass sämtliche Grundschulen im Lande das herkömmliche Notensystem von 1 – 6 auch noch in der dritten Klasse durch alternative Bewertungen ersetzen können. Johanna Stowermann, Landesvorsitzende der Schüler Union NRW, äußerte sich dazu kritisch: „Dies ist ein gewaltiger Rückfall in eine veraltete und unübersichtliche Bildungspolitik, die den Ansprüchen der heutigen Leistungsgesellschaft nicht gerecht wird.“

Düsseldorf - Die Einführung der Ziffernoten erst in der vierten Klasse würde für viele Schüler einen Schock bedeuten, und das genau in der kritischen Phase der Verteilung auf die weiterführenden Schulformen. Den Schülern, aber auch den Lehrern und Eltern, muss die Chance auf eine Gewöhnungsphase geboten werden, um durch die bessere Einschätzung der Lernleistung eine realistische Orientierung zu ermöglichen.

Vielmehr wäre ein zweigleisiges Bewertungskonzept sinnvoll, da somit neben der präzisen Einschätzung durch Ziffernoten auch individuelle Tendenzen und Verbesserungsvorschläge in den persönlichen Leistungsberichten zur Optimierung der Lernleistung des einzelnen Schülers beitragen können. 

Dieses Konzept wurde bereits 2006 von der schwarz-gelben Vorgänger-Regierung eingeführt. 
„Durch den Aufschub der Ziffernoten auf Klasse vier nimmt die rot-grüne Landesregierung den Schülern die Chance, sich rechtzeitig an das Bewertungssystem zu gewöhnen, das sie ihre ganze Schullaufbahn begleiten wird“, erklärt Stowermann.